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Automatische Kommissionierung – wann lohnt sie sich?

Die Kommissionierung ist teuer, körperlich hart und schwer zu besetzen. Kein Wunder, dass Automatisierung hier den größten Hebel verspricht. Aber sie ist nicht überall die richtige Antwort. Wir zeigen, wann sich eine automatische Kommissionierung rechnet – und wann der manuelle Prozess die klügere Wahl bleibt.

Was automatische Kommissionierung leistet

Bei der automatischen Kommissionierung kommt die Ware zum Mitarbeiter – oder der Pick erfolgt vollautomatisch per Roboter. Automatische Lager liefern die Artikel an ergonomische Arbeitsplätze, Roboter übernehmen das Greifen. Daraus entstehen versandfertige Paletten oder Pakete. Das senkt Fehlerquoten, entlastet Mitarbeitende und macht die Leistung planbar.

Wann sie sich rechnet

  • Hoher, gleichmäßiger Durchsatz mit vielen Picks.
  • Hohe Fehlerquoten oder strenge Qualitätsanforderungen.
  • Personalmangel oder hohe Personalkosten.
  • Körperlich harte Bedingungen, etwa im Tiefkühlbereich oder bei schweren Gütern
  • Ein Ware-zur-Person-Lager ist ohnehin vorhanden oder geplant.

Wann der manuelle Prozess besser bleibt

  • Kleines oder stark schwankendes Volumen.
  • Sehr heterogene, häufig wechselnde Artikel. Auch in der Artikelstruktur
  • Begrenztes Budget mit kurzem Horizont.

Ehrlich ist: Nicht jede Kommissionierung gehört automatisiert. Manchmal bringt eine bessere Wegeführung oder Pick-by-Voice mehr als eine teure Anlage.

Stufen der Automatisierung

  • Teilautomatisierung: Ware zur Person, Pick-by-Light oder Pick-by-Voice.
  • Roboter-Kommissionierung: automatisiertes Greifen einzelner Artikel.
  • Case-Picking & Palettierung: automatischer Aufbau versandfertiger (Misch-)Paletten.

Wie wir vorgehen

Wir starten nicht mit der Maschine, sondern mit Ihren Aufträgen. Aus Auftragsstruktur, Artikelspektrum und Spitzenlasten leiten wir ab, welche Stufe der Automatisierung sich rechnet – und sagen Ihnen ehrlich, wenn der manuelle Prozess die wirtschaftlichere Lösung ist. Herstellerunabhängig, mit ROI-Betrachtung und einem Ansprechpartner über die ganze Laufzeit.

Häufige Fragen

Es gibt keine feste Grenze. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Durchsatz, Fehlerkosten und Personalsituation. Den Kipppunkt bestimmen wir über Ihre Bewegungsdaten.

Nein. Automatisiert werden die harten, monotonen Schritte. Mitarbeitende übernehmen Steuerung, Sonderfälle und Qualitätssicherung.

Ja. Häufig ist der Einstieg über Ware-zur-Person sinnvoll, später folgen Roboter oder Case-Picking. Wir planen so, dass Sie mitwachsen können.