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Kommissionierverfahren im Überblick: Welches passt zu Ihrem Business?

Die Kommissionierung ist der personalintensivste Schritt im Lager – und der, an dem die meisten Fehler und Kosten entstehen. Welches Verfahren das richtige ist, hängt von Sortiment, Auftragsstruktur und Durchsatz ab. Wir geben den Überblick über die gängigen Verfahren und zeigen, wann sich Automatisierung lohnt.

Kennzahlen auf einen Blick:

  • Person zur Ware vs. Ware zur Person
  • Pick-by-Light / Voice / Vision
  • Single- und Multi-Order-Picking

Die zwei Grundprinzipien

Jedes Kommissionierverfahren lässt sich einem von zwei Prinzipien zuordnen. Bei „Mann zur Ware“ bewegt sich der Mitarbeiter zur Ware – klassisch im Regal, per Stapler oder Kommissionierwagen. Bei „Ware zur Person“ kommt die Ware automatisch zum Arbeitsplatz, etwa aus einem automatischen Lager. Das erste ist flexibel und günstig im Einstieg, das zweite schneller, ergonomischer und weniger fehleranfällig – und die Grundlage für Automatisierung bzw. deren mögliche Konsequenz.

Gängige Pick-Methoden

  • Pick-by-Paper: Kommissionierliste auf Papier – einfach, aber langsam und fehleranfällig.
  • Pick-by-Light: Leuchtanzeigen führen zum Fach – schnell bei hohem Durchsatz und kleinen Artikeln
  • Pick-by-Voice: Sprachsteuerung, Hände und Augen bleiben frei. Vor allem bei großen Artikel und im TK-Bereich 
  • Pick-by-Vision: Datenbrille blendet die Information ins Sichtfeld ein.

Auftragsbezogen oder gebündelt

  • Single-Order-Picking: ein Auftrag pro Durchgang – einfach, bei vielen kleinen Aufträgen ineffizient.
  • Multi-Order-Picking: mehrere Aufträge gleichzeitig – weniger Wege, höhere Leistung.
  • Zonen-Kommissionierung: feste Bereiche je Mitarbeiter – gut bei großem Sortiment.

Wann sich Automatisierung lohnt

Sobald die Kommissionierung zum Engpass wird – durch hohen Durchsatz, Fehlerquoten oder Personalmangel – lohnt der Wechsel zu „Ware zur Person“. Automatische Lager liefern die Artikel an ergonomische Arbeitsplätze, Case-Picking und Mischpalettenbildung übernehmen die schweren, monotonen Schritte. Der Mensch bleibt für Steuerung und Qualität zuständig.

Wie wir vorgehen

Welches Verfahren passt, sagt sich nicht pauschal – es steht in Ihren Aufträgen. Wir sehen uns Auftragsstruktur, Artikelspektrum und Spitzenlasten an und entwickeln gemeinsam mit Ihnen das passende Konzept, von der manuellen Optimierung bis zur Vollautomatisierung. Herstellerunabhängig und mit ehrlicher ROI-Betrachtung.

Häufige Fragen (FAQ)

Bei „Mann zur Ware“ geht der Mitarbeiter zur Ware, bei „Ware zur Person“ kommt die Ware automatisch zum Arbeitsplatz. Letzteres ist schneller, ergonomischer und die Basis für Automatisierung.

Bei hohem Durchsatz liefern Pick-by-Light und Ware-zur-Person-Systeme die höchste Leistung, bei freihändigem Arbeiten ist Pick-by-Voice stark. Das beste Verfahren hängt aber von Sortiment und Auftragsstruktur ab.

Oft ja, vor allem wenn Fehlerquote, Ergonomie oder Personalmangel drücken. Den Kipppunkt bestimmen wir über Ihre Daten.

Nächste Schritte

Problemstellung gemeinsam klären (Auftragsstruktur, Artikel, Peaks)

Bestandsaufnahme
(Bewegungsdaten, Fehlerquoten, Wege)

Konzeptideen
(Verfahren, Technik, Ergonomie, IT)

Budgetpreis inkl. ROI-Betrachtung

Kommissionierung analysieren oder Erstgespräch buchen

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